Wir haben sie geplant und gebaut. Für Stimmen, die schwer sind und zugleich leicht, wenn sie ausgesprochen werden. Eine Bühne, die Rahmen ist. Und sagt: Hier darf Welt geschehen.
Man wird sie betreten, um zu erzählen von Krieg und von Hoffnung, von der Zartheit der Freiheit und von der Härte der Zensur. Unsere Architektur hält still. Sie trägt, sie umrahmt, sie hört zu.
Die Centre Stage in Halle 4.1 der Frankfurter Buchmesse ist bewusst als öffentlicher Raum für die drängenden Fragen unserer Zeit gestaltet. Unter dem Titel „Frankfurt Calling – Perspectives on Culture and Politics“ werden hier Themen verhandelt, die weit über die Buchbranche hinausgehen: Freiheit und Demokratie, Konflikte und ihre Folgen, die Rolle von Kultur im Angesicht von Krisen, die Chancen und Risiken neuer Technologien.
Rund 50 Veranstaltungen sind auf dieser Bühne geplant. Zu den Gästen gehören die Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa, der ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, der palästinensische Buchhändler Mahmoud Muna, der Historiker Adam Tooze und viele weitere Stimmen von internationalem Gewicht.
Die Bühne versteht sich dabei nicht als Show, sondern als Rahmen für Dialog und Kontroverse. Sie bietet Partnern wie Amnesty International, PEN International oder den Vereinten Nationen ein Forum, um Perspektiven sichtbar zu machen und Debatten anzustoßen.
Kurz gesagt: Die Centre Stage soll ein Ort sein, an dem die Welt zusammenkommt – um zuzuhören, zu widersprechen, und um im Austausch vielleicht eine gemeinsame Sprache für Zukunft und Verantwortung zu finden.