Virtuelle Realität: Vom Branchenschreck zum Innovation Tool

21. Februar 2020

Vor ein paar Jahren war Virtuelle Realität (VR) das Schreckgespenst vieler Messeveranstalter und Aussteller. Die Angst ging um, bald könnten virtuelle Messen die Messen, wie wir sie heute kennen, ablösen und damit die Messebranche von Grund auf verändern. Heute wissen wir: VR ist ein gutes digitales Medium, um Kommunikation zu vertiefen, um Erlebnisse zu schaffen, die uns in der Realität verwehrt bleiben. Sie eröffnet viele ungeahnte Chancen.

Wie sehr uns virtuelle Realität berührt, ist davon abhängig, wie tief wir mit unseren Sinnen in sie eintauchen können. Hier hat sich viel getan. Die VR-Brillen der ersten Generation sind längst von immersiven Technologien abgelöst, die Ton, Haptik und Bewegung im Raum simulieren. Diese Technologien werden unsere Wahrnehmung verändern, je weiter sie fortentwickelt und verfeinert werden.

Virtuelle Realität als Chance für Messeauftritte

Besonders Unternehmen des Industriesektors können auf Messen von VR-Technologie profitieren. Große, schwere Maschinen müssen nicht länger mit großem Aufwand leibhaftig und körperlich präsentiert werden. Mit Hilfe der neuen Technologien können sie im virtuellen Raum bedient oder im Einsatz vorgeführt werden. So schafft ein Aussteller ein wertvolles, emotionales Erlebnis für seine Besucher. Eine virtuell erschaffene Wirklichkeit, in der sich der Kunde bewegt und handelt. Im Idealfall wird durch dieses persönliche Erleben die Bindung des Kunden an das Unternehmen gefestigt .

Auch können am Messestand komplexe Daten und Zusammenhänge mit Hilfe von VR verständlich und ansprechend vermittelt werden. Virtuell können Geschichten erzählt werden, in denen der Besucher als Akteur mitwirkt, sich als Teil des Erzählten begreift. Dabei entstehen völlig neue Interaktionsmöglichkeiten. Kann sich der Akteur frei im Raum bewegen und diesen individuell erkunden, ist das Erlebte noch nachhaltiger.

Sind Nischenevents vorteilhafter als Leitmessen?

14. Februar 2020

Unternehmen haben Nischenevents als Tool der Markenkommunikation entdeckt. Viele große Marken versuchen, eigene Shows, Summits oder Produktpräsentationen zu etablieren. Sie stellen Produktneuheiten an eigens dafür geschaffenen oder vermeintlich hippen Orten vor. Sie bauen ihre eigene Bühne statt Teil einer Fachmesse zu sein. So bleiben Unternehmen Regisseure ihrer Markeninszenierung, halten das Heft in der Hand und müssen sich dem direkten Vergleich mit Mitbewerbern erst gar nicht stellen. Sie entziehen sich dem anonymen Messe-Einerlei.

Hipp, neu, innovativ, anders, exklusiv: Das ist die eine Seite.

Doch wir möchten auch die Gegenseite beleuchten – und zwar, indem wir Fragen aufwerfen. Damit wollen wir die Diskussion um dieses noch relativ neue Tool beleben und Ihnen, ja genau Ihnen, die Gelegenheit geben, Ihren eigenen Standort oder den Ihres Unternehmens, Ihrer Marke zu bestimmen.

  • Zu wie vielen dieser Nischenevents soll ein Kunde denn reisen, um einen guten Überblick über seine Branche/seinen Markt zu bekommen?
  • Ist es für diesen Kunden nicht erheblich zeitsparender und ökonomischer, auf einer Fachmesse geballte Information zu den Produkten oder Dienstleistungen seiner Branche zu bekommen?
  • Wie nachhaltig sind Nischenevents überhaupt?
  • Verlieren Nischenevents den Charme des Anders-Seins, wenn sie zum Mainstream-Ereignis werden? Und was dann?
  • Wie viele Leads werden bei einem Nischenevent generiert?
  • In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Ertrag?
  • Haben die überhaupt eine Zukunft?

Nun, was sagen Sie?

 

Die Messe als Touchpoint: Berühr‘ mich!

10. Februar 2020

Messen sind Touchpoints: Schnittstellen also, an dem eine Marke, ein Unternehmen, ein Produkt mit einem Kunden in Kontakt kommt. Mehr noch. Es sind Berührungspunkte, an denen eine Beziehung entsteht oder vertieft wird.

Ob Messen als Touchpoints auch in crossmedialen Zeiten attraktiv bleiben, darüber werden in mehr als naher Zukunft die Kunden/die Besucher mit den Füßen entscheiden. Betrachtet man zum Beispiel die IAA, wird deutlich, wie sehr Messen als Touchpoints im Umbruch stecken: Lockte die Autoschau 2017 noch 810.000 Besucher in die Messehallen – 2015 sogar noch 932.000 Menschen – waren es 2019 etwa 560.000 Besucher. Die Zahl der Aussteller schrumpfte von tausend auf 838.

Was also tun?

Die Kommunikation rund um eine Messe sollte sich stärker als bisher am Besucher und vor allem am „Customers Journey“ orientieren. Sie sollte den Kunden in allen Phasen seines Kaufs aktiv begleiten, von dem Moment, in dem er auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam wird, bis zum Kauf. Bei der Konzeption von Messen sollten die Veranstalter diesen „Customers Journey“ viel stärker als bisher mitdenken. Schließlich sind Messen nur ein Touchpoint auf der Kundenreise, der Messeauftritt nur ein Baustein im crossmedialen Kommunikationsmix.

Veranstalter von großen, seit langem etablierten Messen tun sich bei Innovationen fatalerweise etwas schwer. Junge Messen, Foren und Konferenzen mit digitalem oder Event-Charakter sind hier weiter. Sie haben eher den Mut, innovative Formate auszuprobieren und treffen den Nerv der Zeit. Sie kreieren einen pulsierenden Mix von digitalen und analogen Erlebnissen, ansprechende Live-Events, eine ebenso kompetente und professionelle, wie individuelle und persönliche Kontaktaufnahme. Für manche Branchen sind klassische Messeformate ohne Frage weiterhin sinnvoll. Sich mit neuen Kommunikationsformaten wie Onlinekonferenzen, Thought Leadership Events, Roadshows, Showrooms, virtuellen Messen, Live-Chats als Touchpoints zu beschäftigen, bringt in jedem Fall neue Impulse.

Die Messe der Zukunft: Fachmessen müssen sich messen lassen

26. September 2019

Für Unternehmen ist eine Messeteilnahme eine sinnvolle Investition in Marke und Zielgruppe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass auf Fachmessen in der Regel etwa die Hälfte des Publikums aus Fachbesuchern besteht: Kunden und solche, die es werden sollen, Branchenkenner, Geschäftspartner, Fachjournalisten. Die maßgeblichen Ziele einer Messebeteiligung sind nach wie vor die Kontaktpflege mit Stammkunden, das Gewinnen von Neukunden und die Steigerung der Bekanntheit des eigenen Unternehmens. Außerdem werden Messen als Recruitment-Plattformen immer wichtiger. Eine gute Fachmesse unterstützt die Aussteller dabei, diese Ziele und ihre Zielgruppe zu erreichen. Sie hilft Erlebnisse zu schaffen, die nachhaltig wirken.

Ein Messeauftritt auf einer Fachmesse ist heutzutage weit mehr als ein Stand mit Theke, Besprechungstisch, Elektro- und Wasseranschluss. In digitalen Zeiten sind die Erwartungen der Besucher hoch. Sie schätzen einerseits weiterhin das persönliche Gespräch und möchten andererseits das ganze Programm an Kommunikationsmöglichkeiten rund um die Messe digital zur Verfügung haben. Die Voraussetzungen hierfür sollte der Veranstalter schaffen. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den nationalen oder europäischen Markt, sondern weltweit. Aus diesem Grund ist es als Aussteller wichtig, bereits vor Messen von den jeweiligen Veranstaltern Informationen zu erhalten, wie eine Fachmesse in den Zielmärkten für die eigene Marke genutzt werden kann.

Kommunikation und Vernetzung auf allen Ebenen, digital wie analog, ist das Gebot der Stunde. Die Veranstalter von Fachmessen tun gut daran, auf diese Wünsche der Aussteller und Besucher zu reagieren. Ticketregistrierung auch auf der Webseite des Ausstellers – etwa um mehr über die Messebesucher am Stand zu erfahren -, ist da nur eine der möglichen Neuerungen. Digitale Kampagnen, die sich am Customers Journey orientieren und die vor, während und nach der Messe greifen, eine zweite. Die Nachbereitung einer Fachmesse mit effizienter Erfassung und Analyse relevanter Erkenntnisse – alles unter Wahrung des Datenschutzes -, eine dritte. Der Einbindung von Social Media in das Kommunikationskonzept des Veranstalters dürfte inzwischen bei den meisten Messen eine angemessene Rolle zukommen.

Haben Besucher vor, während oder nach einer Fachmesse Fragen zu einem Aussteller und dessen Produkten, muss der jeweilige Veranstalter dafür Sorge tragen, dass diese Anfragen kompetent, serviceorientiert und zufriedenstellend beantwortet werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass ein Aussteller einen potentiellen Kunden gar nicht erst erreicht und damit ein Lead verloren geht. Die Zahl der Aussteller, die digitale Tools für Leadmanagement und Matchmaking nutzen, nimmt zu. Besonders, wenn Messeauftritt und Messekommunikation komplex konzipiert sind. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, einen potentiellen Lead digital zu erfassen und nach der Messe nach bestimmten, vorab definierten Kriterien zu überprüfen. Das handschriftliche Ausfüllen von Kontaktformularen auf einer Fachmesse gehört damit der Vergangenheit an. Die kompetenten Mitarbeiter am Stand können sich damit ganz auf ihre Besucher, Marketing und Vertrieb bei der Nachbereitung der Messe ganz auf ihre Kernaufgabe konzentrieren.

Die Zukunft ist crossmedial. Wie sieht Messe 4.0 aus?

17. September 2019

Die Zukunft ist crossmedial. Das gilt auch für Messen. Waren sie früher in erster Linie Handelsplätze, um Kunden mit Herstellern zusammenzubringen, neue Produkte und Waren vorzustellen, sind sie heute nur ein Baustein in einem vielgestaltigen crossmedialen Mosaik. Kein Wunder also, dass die Aussteller mehr über die Besucher wissen sollten: Wer kommt überhaupt zur Messe? Welchem Verantwortungsbereich eines Unternehmens sind sie zuzuordnen, Marketing, Vertrieb, Einkauf, Geschäftsführung? Was erwarten sie von einer Messe? Mit Hilfe dieser durch gute Recherche erlangten Informationen kann erarbeitet werden, welche Ziele mit einer Messeteilnahme verfolgt werden. Und der Messeauftritt kann optimal auf messbare Ziele hin konzipiert werden.

Besucher möchten auf einer Messe auf angenehme Weise einen umfänglichen, möglichst vollständigen Überblick über ihren Markt erhalten. Eine Messe, die genau dieses Bedürfnis nicht länger erfüllt, ist die IAA. Die ehemals führende europäische Automobilmesse wird für viele Besucher seit Jahren unattraktiver. Immer mehr Autobauer bleiben fern. Damit bildet die IAA das Marktbild nur noch unvollständig ab. Besucher bleiben aus. Ein Teufelskreis. Zu durchbrechen ist er, wenn die Veranstalter rechtzeitig umdenken und sich zeitgemäß definieren. Mit Blick auf die IAA heißt das: Weg von der Konzentration auf den Verbrennungsmotor, hin zum großen Thema „Mobilität der Zukunft“.

Anders als in der guten alten Zeit kommen die Besucher heute gut informiert auf eine Messe. Hier möchten sie ihr Wissen vertiefen, ihre digital gewonnenen Erkenntnisse mit der Realität abgleichen, neue Impulse und den bereits angesprochenen Marktüberblick bekommen. Sie möchten mit kompetenten Ansprechpartnern in den Dialog treten, sinnvolle Begegnungen erleben und dabei ihr eigenes Netzwerk ausbauen. Es geht also um Content UND Networking.

Messeveranstaltern sollten danach streben, all diese Strömungen zu erkennen, die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen in den Fokus nehmen und sich neuen, zukunftsträchtigen Veranstaltungsformen zuwenden. Sie müssen Impulse setzen, Entwicklungen der Branchen antizipieren und diese abbilden. Messegesellschaften und Organisatoren wiederum sollten ihre Prozesse abteilungsübergreifend betrachten. Wo Silodenken, Herrenwissen und Bürokratie, fehlende Eigenverantwortung und mangelnde Entscheidungsfreude und nicht zuletzt Angst vor digitalen Werkzeugen vorherrschen, wird der Fortschritt konterkariert.
Werden die Grenzen zwischen digitaler und dinglicher Welt durchlässig, müssen auch Messen sich weiterentwickeln. Am besten schnell. Veranstalter und Betreiber brauchen frische Ideen und Konzepte, aber vor allem Services, die über die reine Vermietung von Quadratmetern hinausgehen. Sie müssen den Branchen und ihren jeweiligen Zielgruppen gerecht werden. Und dürfen die zunehmende Bedeutung des Digitalen nicht aus den Augen verlieren.

Ihr Messestand als Resonanzraum

5. September 2019

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Deshalb gibt es formelle Meetings, Konferenzen oder Jours fixes, in denen manchmal durchaus hart um die Sache gerungen wird. Inspiration und Impulse erreichen uns jedoch oftmals auf ganz anderen Wegen: auf Reisen, im Theater oder in Kunstausstellungen, beim Joggen, bei einem gemeinsamen Essen oder einem Waldspaziergang. Oder wenn der erste Schnee fällt.

Menschen möchten von etwas oder jemandem emotional berührt werden. Das gilt auch für Beziehungen zu Kunden, Geschäftspartnern, Kollegen oder Mitarbeitern. Empathie und Zugewandtheit sind wertvolle Eigenschaften – auch in einer Geschäftswelt, deren Technisierung, Digitalisierung und Verdichtung fortschreitet.

Hier soll keineswegs das düstere Bild einer Welt im Beschleunigungsmodus oder im Steigerungszwang gemalt werden. Dazu sind wir von imb: troschke viel zu sehr in einer positiven Grundhaltung verhaftet. Wir wissen, dass es im Kern immer um den Menschen geht, und um gute Beziehungen. Deshalb reden wir in Ruhe miteinander und nehmen uns Zeit. Denn wir wollen Resonanz erzeugen und auf einer Wellenlänge sein. Es geht darum, einen Resonanzraum zu schaffen, in dem wir kreativ und konzentriert gemeinsam Konzepte und Ideen entwickeln. Ganz individuell. Für Ihren Messeauftritt.

Neue Organisationsformen: Wo Ideen entstehen

22. Juli 2019

Wir brennen für gute Messearchitektur. Und übertragen diese positive Haltung gerne auf andere. Denn wenn der Funke der Begeisterung überspringt, andere sich von ihm anstecken lassen, können wir gemeinsam wahrhaft Innovatives und Einzigartiges erreichen. In diesem Prozess ist es wichtig, Abwegiges oder Kurioses, Durchgeknalltes oder Wunderliches zuzulassen. Denn nur in Freiräumen entsteht Neues. Das gilt ganz besonders in Zeiten der Digitalisierung.

In Zeiten des Umbruchs und des Wandels braucht es klare Orientierung. Kreative Planung von Messeauftritten und große handwerkliche Kompetenz können durch die Möglichkeiten der Digitalisierung auf eine neue Stufe gehoben werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um neue Tools. Wir wollen die entscheidenden Schnittstellen frühzeitig erkennen und besetzen und dadurch unternehmensweite Prozesse in Gang bringen. Künstliche Intelligenz, Big Data und mehr unterstützen dabei einen der Zukunft zugewandten Spirit zu entwickeln. All dies für ein gemeinsames Ziel: Eingefahrene Organisationsstrukturen zu beleben und unbekanntes Neuland zu betreten.

Wir widmen unsere Aufmerksamkeit gezielt der Entwicklung der Messen, des Marktes und der Branche – nicht dem „nächsten heißen Scheiß“. Dieser Fokus auf die Unverwechselbarkeit der Marke zahlt sich für unsere Kunden langfristig aus. Weil wir ihre Bedürfnisse kennen und innovative Lösungsansätze immer mitdenken. Wir planen, bauen und liefern, was unsere Kunden brauchen: Sitzecken für Gespräche mit Standbesuchern und virtuelle Kommunikationsräume. Brennen für Neues heißt auch den Mut aufzubringen vom Standard abzuweichen – wir von imb: troschke sind bereit.

Eventcatering als Teil der Markeninszenierung

16. Februar 2018

Es ist eine Binsenweisheit: Kochen und Essen als Genuss-Ereignisse liegen voll im Trend. Unschlagbar: ein Sechs-Gänge-Menü im namibischen Busch bei Kerzenschein und Livemusik. Episch: ein Picknick mit Wein, Sake und Meeresfrüchten am Fuße des Fuji-San.

Man muss nicht in ferne Länder reisen, um zu entdecken, dass Event-Catering an Bedeutung gewinnt. Es geht auch in unseren Breiten längst nicht nur darum, dass wir unseren Hunger stillen, sondern genauso um das Was und Wo, das Wie und mit Wem. Essen wird zum Lifestyle-Erlebnis.
Kulinarische Erlebnisse sind Ausdruck einer Gastlichkeit, die wir in unserem Unternehmen täglich leben. Wir wissen: Was schmeckt, bleibt in guter Erinnerung. Wohlfühlen, Genuss, sinnliches Erleben. Markeninszenierung und -botschaften lassen sich nicht nur über Auge, Ohr und Nase vermitteln, sondern eben auch über Geschmacksknospen.

Wenn Sie nun Appetit bekommen haben, haben wir hier die aktuelle Trendstudie für Eventcatering für Sie:
trendstudie-eventcatering

#4 Wackaging. Eine neue Art von storytelling?

20. September 2017

In Großbritannien sind bekloppte (wacky) Verpackungen (packaging) schon länger bekannt als bei uns. Der Autor Will Coldwell hat bereits vor vier Jahren in der britischen Tageszeitung Independent einen Artikel über eben jenes „Wackaging“ geschrieben und auch die Wochenzeitung DIE ZEIT hat sich mit dem Thema befasst:

Der smarte, wenn auch nicht mehr ganz taufrische Content-Marketing-Trend will Kunden ganz persönlich ansprechen. Gefühle wecken, Bindung an das Produkt und die Marke schaffen. Im Lebensmittelhandel nimmt die Zahl bunt verrückter, ungewöhnlich designter Verpackungen zu: Der Kunde wird vom Joghurt geduzt oder vom Smoothie im Kühlregal mit Sprechblasen angequatscht. Der Duktus ist flapsig oder kindlich: „Nix, nada, no“ an Zusatzstoffen in diesem Milkshake, „Hello my name ist cookies and cream. I’ll make your tummy yummy“ in der Süßwarenabteilung.

Kann „Wackaging“ für uns als Messekommunikationsexperten ein Input sein? Nun, ein Messeauftritt ist eine Form der Verpackung. Zunächst wird die Botschaft einer Marke auf ihren Kern reduziert. Dieser Markenkern wird das Herzstück des Messeauftritts, den wir gestalten – und zwar so, dass er unseren Kunden und deren Kunden emotional packt. Mitten ins Herz trifft. Wenn „Wackaging“ zu einem Kunden passt, kann es eine ausgezeichnete Möglichkeit für die Gestaltung einen Standes sein. Doch wer keine böse Überraschung erleben möchte, muss genau überlegen, ob er seine Zielgruppe derart frech und frisch ansprechen kann. Der Grat zwischen spaßig und aufdringlich ist schmal. Passt der Trend zu unserem Partner und seiner Marke, sind wir Verpackungskünstler zur Stelle. Schließlich heißt es zu Recht: Gut verpackt ist halb verkauft.

 

#3 Storytelling für Markenräume

8. September 2017

Es war einmal eine schneeweiße Tasse… So beginnt eine der 36 Geschichten, die wir in der Ausstellung #cuptales erzählen.

Dabei setzen wir auf 36 kleinen Bühnen jeweils eine Tasse fantasievoll in Szene. Jede Tasse hat ihre eigene Geschichte. Keine Geschichte ist wie die andere. Mit dieser Ausstellung wollen wir beweisen, dass man eine Vielzahl an Geschichten erzählen kann, selbst wenn man sich auf einen einzigen, schlichten Gegenstand beschränkt. Wir zeigen, dass sich jede Idee verwirklichen lässt, wenn man Fantasie, Offenheit und Mut Raum gibt, um sich frei zu entfalten. Die Ausstellung #cuptales ist keineswegs putzige Spielerei unserer Architektinnen und Designer, sondern Metapher für unseren Anspruch an gelungene Messekommunikation.

Nichts ist unmöglich, wenn man miteinander redet und offen für neue Ideen ist. Wir wollen, dass unsere Kunden uns erzählen, warum gerade ihre Marke einzigartig ist. Diese Geschichte der Einzigartigkeit erzählen wir weiter. Nicht allein mit Worten, sondern indem wir sie als Messeauftritt auf eine neue Ebene heben. Wir visualisieren Ihre Geschichte.

P.S. #cuptales ist ausgezeichnet. Mit dem German Design Award.

#2 Szenografie & Storytelling?

11. August 2017

Mapping ist digitales Storytelling. Zu erleben beispielsweise während der alle zwei Jahre stattfindenden Luminale in Frankfurt . Selbst erlebt vor ein paar Jahren an einem lauen Sommerabend im späten Abendlicht in der Altstadt von Brügge. Faszinierend, wenn Bauwerke und Fassaden zur Leinwand werden, auf der digitale Geschichten erzählt werden.

 

Bei Tageslicht oder in hellem Hallenlicht kann Mapping seine beeindruckende Wirkung nicht voll entfalten. Auf Messen kommt diese vielschichtige Gänsehaut-Technologie deshalb nur mit einigen Einschränkungen zum Einsatz. Dennoch kann Mapping ein passendes Mittel der Messe- und Markenkommunikation sein. Dazu muss es gelingen, den Markenkern konzentriert herauszuarbeiten und dieses Konzentrat ins Digitale zu übersetzen. Mit unserer Installation „Open your mind“ ist uns genau das gelungen: Wir haben den Markenkern von imb: troschke auf diese Weise visualisiert – und zwar lange bevor Digitalisierung oder der Einsatz digitaler Medien in aller Munde waren.

Herausgekommen ist eine zauberhafte Synthese aus Realität und Projektion, Abstraktion und Sinnlichkeit. Gefertigt ist sie aus weißen Papier, komplexen Klängen, inspirierenden Lichteffekten, Farben und wohlgesetzten Worten. Aus diesen Zutaten entsteht eine filigrane Installation, die unserer Werte widerspiegelt. Wir erzählen, wie wichtig uns eine harmonische Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist, wie aus Geistesblitzen Ideen entstehen, dass Marken von den Gefühlen leben, die sie wecken, und dass nicht nur das große Ganze perfekt sein muss, sondern auch die Details.

#1 Storytelling am Messestand

28. Juni 2017

Geschichten erzählen. Im Journalismus ist das ein großes Ding. Da schildert ein Autor ein Einzelschicksal und bettet es in einen übergeordneten Zusammenhang ein. Werden Emotionen angesprochen, bleibt dem Betrachter, dem Leser ein Vielfaches an Informationen in Erinnerung. Geschichten erzählen funktioniert so gut, dass es inzwischen auch in der Unternehmenskommunikation angekommen ist.

Storytelling hat nichts mit Märchenerzählen, nichts mit „Es war einmal“ zu tun. Es geht darum, ein Erlebnis zu formen, das berührt, Gefühle weckt. Ähnlich wie bei einer guten, fesselnden Theaterinszenierung. Wenn man für die Dauer der Aufführung die eigene Umgebung ausblendet, wenn man mit den Figuren auf der Bühne gebannt dem Höhepunkt entgegenstrebt, wenn man mit den Helden weint oder lacht, ehe der Vorhang fällt, dann ist die Geschichte gut erzählt.

Storytelling ist schon lange fester Bestandteil der Messe- und Markenkommunikation. Wir haben für einen Kofferhersteller einen Stand mit einem Gepäckband entworfen um den Besucher gedanklich an den Flughafen zu versetzen – und so erzählen wir Geschichten am Messestand: Vom Reisen und Verreisen, von fernen Ländern und den Metropolen der Welt, von der Sehnsucht nach Wegfliegen und Heimkommen. Wenn die Messebesucher an ihren jüngsten Städtetrip, ihre Flitterwochen oder die nächste Urlaubsreise denken, haben wir erreicht, was wir erreichen wollen: Kino im Kopf und Gefühle wecken.

Veränderung. Messestände im Wandel

16. März 2017

Um etwas zu verändern, braucht man eine Vision. Eine Vorstellung davon, wie es besser sein könnte. Diese Idee wiederum lässt sich nur in die Realität umsetzen, wenn man die Energie aufbringt, den ersten Schritt zu machen und anschließend Prozesse voranzutreiben – auch gegen den eigenen oder fremden Widerstand.
Unzufriedenheit kann in diesem Zusammenhang auch produktiv sein – ein Motor der Veränderung sozusagen –, während Zufriedenheit zu Stagnation und Stillstand führen kann.

Was bedeutet das für Messestände?

Wie in anderen Bereichen auch, entwickeln sich in der Messebranche immer wieder neue Trends. Einmal sind strenge, cleane Messestände in Mode, ein andermal bestimmte Farben, Materialien oder Strukturen.
Ist ein Design überraschend oder unverbraucht, findet es schnell Nachahmer – sowohl bei den Messebauunternehmen als auch bei den Kunden. Der Trend hält Einzug in die Messearchitektur und die Kommunikation. Dadurch gleichen sich Messestände über die Zeit immer weiter an: Trend wird zu Mainstream. Unzufriedenheit kommt auf: Differenzierung ist gefragt – und genau hier setzt der Wandel ein.
Als Sinnbild dient auch hier der Karpfen mit der Haifischflosse. Wenn alle das Gleiche tun, ist sein Bestreben, sich zu unterscheiden. Um sich der Gleichmacherei zu entziehen, verwandelt er sich in etwas Neues. Auch wir sind stets offen gegenüber Veränderung: Die Leidenschaft, neue Trends zu setzen, gehört seit Gründung unseres Unternehmens zu unserer Kernkompetenz.

Komplexe Inhalte am Messestand vermitteln

14. Februar 2017

Gute Messekommunikation muss in das Marketingkonzept eines Unternehmens gezielt eingebunden werden, will man Markenkern, Produkte und Leistungen auf Messen perfekt präsentieren. In Zeiten digitaler Kommunikation gewinnen die Kanäle, die auf einem Messestand eingesetzt werden, in ihrer Auswahl immer mehr an Bedeutung.

Messen sind komplex und vielschichtig. Gespräche, Austausch, Verständigung finden nicht erst zwischen Besuchern und Beratern am Stand statt, sondern bereits im Vorfeld. Zum Beispiel zwischen Veranstaltern und Ausstellern oder Messearchitekten und Kunden. Die Kommunikation am Messestand selbst nutzt eine Fülle an Instrumenten und Ebenen: verbal und nonverbal über Gespräche und Informationen; sinnlich und haptisch über den Raum und dessen Struktur; über Licht, Ton, Bewegung, Farben und Materialien und natürlich über das Gefühl, mit dem man wieder nach Hause geht. Kommunikation mit allen Sinnen.

Unser Ziel ist es, aus der großen Fülle an Möglichkeiten passgenau jene auszuwählen, welche die Messebesucher bestmöglich ansprechen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Unser Anspruch, alles einem roten Faden, einer Idee unterzuordnen, erfordert dabei hohe Konzentration und intensive Auseinandersetzung. Nur so kann das Wesentliche vom Unwesentlichen getrennt und der Messeauftritt zu seiner Quintessenz verdichtet werden. Nur so können komplexe Inhalte optimal präsentiert werden.

Gute Messekommunikation ist eben kein Gemischtwarenladen, sondern verknüpft gezielt Kanäle miteinander, setzt Akzente und macht somit die Faszination einer Marke ebenso sinnlich wie überraschend erlebbar. Zudem gilt: Je komplexer die Inhalte, desto durchdachter und konsequenter ordnet die Leitidee alles andere unter. Weniger ist mehr.

Auch in diesem Zusammenhang passt die Metapher des Karpfens mit der Haifischflosse: Sie versinnbildlicht die Verschmelzung der Lebensbereiche. Die Stärken aus unterschiedlichen Welten bündeln, um in der Gesamtheit etwas Neues zu schaffen: Das ist genau das, was wir tun.

In the future, everybody will be famous for 15 minutes

23. Januar 2017

Jenseits aller Hypes und Moden entfaltet die Macht der Kommunikation ihre Wirkung.
Sie ist ein Instrument des Marketings und bleibt ein Schlüssel zum Unternehmenserfolg.
Als Messearchitekten haben wir zum 80. Geburtstag von Andy Warhol ein Magazin präsentiert, das von den Stil- und Spielarten der Messekommunikation erzählt. Es dient noch heute als Inspirationshilfe und dokumentiert die Vielschichtigkeit der Kommunikationsarten auf Messeständen.

Die Kunst einer gelungenen Architektur ist nach wie vor die gekonnte Verknüpfung der vielfältigen Ebenen, die mit dem inhaltlichen Fokus ein architektonisches Gesamtbild entstehen lässt. So einfach ist das und so schwierig.

76 Seiten Ruhm *die Macht der Messekommunikation

Kommunikation im Fokus

Doch wie erfolgreich kommunizieren, wenn 90 Prozent davon nonverbal ablaufen? Die Antwort heißt für uns: Indem wir unseren Kunden, seine Persönlichkeit und seine Marke ebenso aussagekräftig wie eindrucksvoll in Szene setzen. Visuell. Haptisch. Akustisch.

Sich verständigen und verstehen: Ein erfolgreicher Messeauftritt steht und fällt mit der Fähigkeit miteinander zu kommunizieren, sich auf das Gegenüber einzulassen. Sich in die Bedürfnisse und Ziele eines Kunden hineinzuversetzen. Freiraum zu geben. Sich zu hinterfragen. Ideen zuzulassen und neue Wege zu gehen. Vor allem geht es jedoch darum, eine überzeugende Argumentation mit einem gekonnten Auftritt zu begleiten – oder auf den Punkt gebracht: Der Raum kommuniziert und der Inhalt muss stimmen.

Kommunikation ist alles

Erzählen wir von uns – von einem unserer Messeauftritte zur Marketing Services 2008 in Frankfurt: Der Stand war bewusst als Reminiszenz an Andy Warhol gestaltet. Zehn Meter lang, über zwei gegenüberliegende Standflächen gespiegelt und auffallend schmal, war er an Boden und Wänden vollständig mit pinkfarbenem Hochflorteppich ausgekleidet. Kompromisslos in seiner Farbgebung war er unübersehbar. Er distanzierte sich aber zugleich von der üblichen Standgestaltung und wurde so zu einem zwar grellen, aber dennoch zu einem Areal inmitten des rastlosen Messetreibens. Treppenstufen, die sich über gesamte Länge des Standes zogen, schafften eine lockere Atmosphäre und luden zum Verweilen ein. Unkonventionell sitzen und dabei entspannt ins Gespräch kommen war unsere Prämisse, die von dem aufgeschlossenen Publikum gerne angenommen wurde. Pop Art-Porträts an den Wänden zählten zu den wenigen Accessoires. Diese zeigten nicht etwa Stilikonen, sondern unsere Mitarbeiter. Kurze, akustische Einspielungen sollten bei den Besuchern Assoziationen wecken und dadurch den realen Raum um eine weitere Dimension erweitern. Kommunikation als Erlebnis für alle Sinne.

Andy Warhol starb vor 30 Jahren. Am 22.Februar 1987.
Ein Grund für uns, an einen großen Künstler zu erinnern.
“Ich glaube ich bin von allem beeinflusst. Aber das ist gut. Das ist Pop.“

Weil das Gespräch zählt: VVK auf der Fachpack 2015

19. Januar 2017

Wir sind begeistert von dem Messestand des Verbandes Vollpappe/Kartonagen (VVK) zur Fachpack 2015, den Architektur-Studenten der Technischen Universität in Darmstadt gestaltet haben. Zu Recht hat er den FAMAB AWARD in der Kategorie „Best Stand Inspiration“ mit Gold erhalten.

Für uns ein Musterbeispiel für gelungene Messekommunikation, den wir hier nicht unerwähnt lassen möchten.
Warum? Weil er das Produkt zum zentralen Element der Messearchitektur macht und zugleich die Produktvielfalt und Möglichkeiten durch eine grandiose Metapher in der grafischen Gestaltung und somit der Messekommunikation auf das Gespräch am Messestand lenkt.

Was kann also sinnbildlicher für den Austausch, die Diskussion oder den Informationsfluss stehen als eine italienische Piazza? Mit dieser Idee und einer beeindruckenden Darstellung des „la dolce vita“ wurde eine künstlerische Gestaltung entwickelt, die in liebevollen Details das Leben auf der Piazza nachempfindet. Dort steht noch die Leiter vom Fensterputzer, während die Auslagen vor dem Café bereits platziert sind. Die Katze räkelt sich neugierig auf dem Balkon, während der Hund bereits die erste Runde beendet hat und angebunden am Tresen des Cafés ausharrt.
Italienisches Lebensgefühl pur mit einer Geradlinigkeit und einem Charme, der seinesgleichen sucht und dem Kunden und Besucher die vielfältigen Möglichkeiten des Produktes und des Verpackens präsentiert. Der Kunde nimmt neue Ideen und eine überraschende Vielfalt wahr.

Was uns darüber hinaus noch fasziniert?
Dass er in der technischen Umsetzung der Grafik mit seinen Outlines und Andeutungen so unkompliziert und kreativ daherkommt und ganz ohne digitale Inszenierung auskommt, indem er sich auf das Wesentliche konzentriert, eine Idee konsequent umsetzt und damit die Besucher magisch anzieht. Alles andere entscheidet sich im Gespräch.

Fotos: Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) e.V.

Kommunikation wird aus Kommunikation gemacht

17. September 2014

Neue Medien und Kommunikationsformen verändern unser Leben. Die Geschwindigkeit von Informationen wird zunehmend atemberaubend. Wie verändert sich dabei unsere Markenkommunikation? Unsere Ausstellung „OPEN YOUR MIND“ zeigt Wege auf, Messekommunikation anders zu denken und die Begegnungen von Marken und Menschen wieder in den Mittelpunkt zu rücken.

Räume bespielen, die es noch nicht gibt

13. März 2014

Um den immensen Unterschied zwischen konventionellem Messebau und einem emotionalen Erlebnisraum beispielhaft erlebbar zu machen, haben wir ein Experiment gewagt: In unserer neuen Ausstellung mit dem entsprechenden Titel „Open Your Mind“ werden Inhalte inszeniert, die das Selbstverständnis unseres Unternehmens beschreiben. Zu Schlagworten wie „Innovation“, „Gefühl“ und „Information“ werden prägnante Aussagen formuliert, die dann im dreidimensionalen Modell auf eindrucksvolle Weise zum Leben erweckt werden.  Continue reading „Räume bespielen, die es noch nicht gibt“