Disruptives Denken: Was Pippi Langstrumpf mit SCRUM zu tun hat

7. April 2020

Wahrhaft herausfordernde Zeiten! Niemand kann mit Gewissheit sagen, wo wir in einem Monat, einem halben Jahr, in einem Jahr stehen. Wie gut, dass Konzepte existieren, die Ungewissheit in eine Challenge zur Veränderung verwandeln.

Agiles Arbeiten, zum Beispiel im Homeoffice, ist eines davon. Disruptives Denken ein anderes. Wir nehmen diese Challenge an und zwar, indem wir die aktuelle Situation nicht aus unserem Denken ausklammern, sondern in unser Denken einbeziehen. Wir sagen nicht: Wenn der ganze Scheiß vorbei ist, können wir hoffentlich da weitermachen, wo wir vor der Coronakrise waren, sondern wir verwandeln den originären Schock, in eine Chance. Der legt unser Geschäftsmodell lahm und holt uns aus unseren Routinen. Zugleich zerstört er unser Denkkorsett und befreit uns. Wir atmen frei, bewegen uns frei, denken in ganz neue Richtungen. Was kreative, was produktive Möglichkeiten! Welch ein Innovationspotenzial!

Ohne Pippi Langstrumpf vereinnahmen zu wollen: Sie wäre ein guter Scrum Manager, hätte es das Konzept vor 40 Jahren schon gegeben. Ja, das sind Gedankenspielereien, alles Spekulation und reichlich Konjunktiv. Doch Pippi besitzt die Weitsicht und die Empathie, die Analysefähigkeit und den Mut, den Fokus und die Ausdauer, um ein Team zu Spitzenleistungen zu bringen.

Pippi Langstrumpf, die bestens ohne Denkkorsett zurechtkommt. Durch ihre Lebensweise stellt sie sogar das Kindsein komplett auf den Kopf. Keine Autorität, nein, sie selbst schafft den Freiraum, um sich und ihre Ideen zu entfalten, jederzeit offen für neue Impulse. Sie begegnet allem und jedem mit wohlwollender Neugier. Vorurteilsfrei betrachtet sie die Welt und lässt Entwicklungen zu, statt sich ihnen zu verweigern. Sie ist experimentierfreudig und geht mit Menschen, allen voran ihren Freunden Annika und Tommy, achtsam um. Pippi ist ihrer Freunde Mentorin in Sachen Selbstermächtigung und besitzt in ihrer mentalen Unabhängigkeit auch noch natürlichen Autorität. Erwachsene nehmen das Besondere an Pippi gar nicht wahr. Die sind viel zu sehr in ihrem „Das-macht-man-so, das-macht-man-nicht“ verhaftet. Typische Routinedenkmuster und ein bisschen bräsig eben.

Wir finden: Pippi hat supertolle Eigenschaften. Sie agiert mit Herz und hat Freude dabei. Genau unser Ding! Vor allem in diesen Zeiten!

http://www.scrum.org

 

Yin und Yang – Wie wir die Krise managen

3. April 2020

Aus der chinesischen Philosophie, insbesondere dem Daoismus, sind die beiden Begriffe Yin und Yang wohl beinah jedem bekannt. Zwei sich umfließende Hälften in Form eines umgekehrten S, eine schwarz, die andere weiß, beide einen kleinen Kreis der anderen Farbe in sich tragend. Das duale Symbol steht sinnhaft für den Glauben, dass alles im Universum aus zwei entgegengesetzten, doch sich zugleich ergänzenden Kräften besteht. Yin – die dunkle Hälfte – steht für das Weibliche, Passive, Intuitive, Kreative. Für das Weiche, die Ruhe und kalte. Yang – die weiße Hälfte – symbolisiert das Männliche, Aktive, Harte und Logische. Dominanz, Hitze, aggressive Energie und Stärke ebenfalls.

Gegensätze, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen: Das Bild von Yin und Yang passt ausgezeichnet auf die beiden Geschäftsführer von imb troschke, Andrea Walburg und Randolph Maurer. In der Coronakrise mit deren Implikationen auf allen Ebenen des Unternehmens und weit darüber hinaus tragen beide mit ihren jeweils individuellen Fähigkeiten dazu bei, die Herausforderungen zu meistern. Zwei gegensätzliche Charaktere, die nicht immer reibungslos, aber immer zum Wohle des Unternehmens zusammenarbeiten und gemeinsam gute Wege finden, um das Unternehmen durch die Krise zu lotsen.

Yin : Die Moral hochhalten

Nach vorne schauen! Mut machen! Kleine und große Anfänge schaffen für Neues. Nichts wird nach der Krise so sein wie vorher. Der Krise ins Auge schauen und sie angemessen, immer wieder neu interpretieren. Es ist ernst, aber es ist nicht vorbei. Führen. Hoffnung geben, Perspektiven geben – und das immer wieder von Neuem, gerade dann, wenn sich die Lage ändert. Die Corona-Krise betrifft Privatleben und Job. Das löst Ängste aus und verunsichert. Mit einem gehörigen Maß an Empathie gilt es daher, die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu rücken, Solidarität zu zeigen und die Gemeinschaft zu stärken. Nur mit trotz der massiven Probleme motivierten Mitarbeiter lässt sich diese Krise überwinden.

Yang: Worst Case- und Exit-Szenarien entwickeln

Liquiditäts- und Kapitalbedarfsplan für das restliche Jahr erstellen. Frühzeitig Kreditanträge einreichen, die später nur noch abgerufen werden müssen. Liquidität schonen und sichern. Kurzarbeit planen und kommunizieren. Kapazitäts- und Urlaubsplanung, falls im Herbst wieder Messen stattfinden. Szenario entwickeln, falls im Jahr 2020 überhaupt keine Messen mehr stattfinden.

Yin: An die Zukunft denken

Es ist wichtig, Ressourcen, Zeit und Kompetenz für strategische Themen zur Verfügung zu stellen. Es gilt, die Augen im Internet offen zu halten, zu schauen, wer was wie gestaltet oder kommuniziert. Niemand hält Winterschlaf in dieser Zeit. Man muss das Rad für den eigenen Bedarf passgenau selbst neu erfinden, die Nase vorn haben. Darauf fokussieren wir unsere Anstrengungen.

Yang: Handeln und zwar jetzt

Ideen und Vorschläge entwickeln, wie Unternehmen in dieser Situation überleben. Mehrgleisig denken, Hilfe durch Kapital, aber auch durch fiskalische Maßnahmen. Engagement über die Verbände wie FAMAB und BVMW.  Dialog mit der Politik aufrechterhalten!

Yin und Yang: Ehrlich bleiben und die Krise gemeinsam gestalten

Wir sind ehrlich und kommunikativ. Deswegen gestalten wir diese Krise gemeinsam mit unseren Kunden und nicht verstohlen und allein im stillen Kämmerlein. Aktiv bleiben, aktiv kommunizieren und die Zeit für Telefonate nutzen. Wir bleiben unserem Motto treu: Lasst uns im Dialog bleiben.

Partnerschaft in Krisenzeiten

26. März 2020

In außergewöhnlichen Situationen wie der Corona-Krise zeigt sich, auf wen man sich verlassen kann.  In einer guten Beziehung vertrauen die Partner einander. Sie haben ähnliche Werte und Wertvorstellungen. Es liegt ihnen etwas an der Partnerschaft und daran, sie zu erhalten. Das gilt im Privaten wie im Geschäftlichen.

Gute geschäftliche Partnerschaften müssen gepflegt werden, wenn sie langfristig bestehen sollen. Die Zusammenarbeit kommt immer wieder auf den Prüfstand und man schaut gemeinsam, was gut läuft oder verbessert werden kann. Genau an diesem Punkt ist Dialog, ist Interaktion so wichtig. Wenn etwas nicht rund läuft, muss man offen darüber sprechen. Nur auf diese Weise lässt sich etwas ändern. Bleibt man stumm, steigt die Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Wenn immer der günstigste Anbieter für ein Projekt gesucht und ausgewählt wird, kann sich eine nachhaltige Beziehung gar nicht erst entwickeln. Kontinuität entsteht keine, es bleibt bei einem One-Night-Stand.

Wir legen großen Wert auf Qualität und Knowhow. In unseren Geschäftsbeziehungen schätzen wir Ehrlichkeit und Haltung. Das ist ein solides gemeinsames Fundament, auf dem sich mit frischen Ideen, gutem Design und Visionen gute Messeauftritte realisieren lassen.

Nachhaltiges Arbeiten: Lippenbekenntnis oder echtes Ziel?

23. März 2020

Die Messebranche ist ein ziemlich heterogener Wirtschaftszweig. Wie sehr alles und alle miteinander verwoben ist, wird uns nun durch den weltumspannenden Ausbruch des Corona-Virus vor Augen geführt. Auch wenn man die Unternehmenssparten, die sich unter dem Dach des Fachverbandes FAMAB zusammenfinden, wird das deutlich. Da gibt es neben klassischen Messebauunternehmen, Marketing-/Eventagenturen sowie Messearchitekten und -designer auch Eventcatering-Unternehmen. Dazu die jeweiligen Fach-Zulieferer.

Im diesem Januar wurde ein neuer Fachvorstand für Nachhaltigkeit in den FAMAB Vorstand berufen. Gerd Wutzler wird in Zukunft die Aktivitäten der Branchen und Organisationen zum Thema Nachhaltigkeit bündeln und vernetzen. Das beinhaltet nach seinen Worten vor allem auch den Schulterschluss mit Auftraggebern und Messeveranstaltern.

Ja, das Thema gehört auf die Agenda. Dabei geht es keineswegs nur um Ökologie und den bewussten Umgang mit knappen Ressourcen. Es geht auch um ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Wenn wir von sozialer Nachhaltigkeit sprechen, ist eine Frage für uns ganz zentral: Wie gelingt es, Mitarbeiter nachhaltig zu begeistern, zu motivieren und zu binden.

Nachhaltiges Wirtschaften wiederum betrachtet wirtschaftliche Transaktionen über den flüchtigen, rein monetären Moment hinaus. Deshalb lagern wir Messestände bei uns ein und bringen diese wiederholt zum Einsatz. Es ist falsch, wenn in einem Massen-Pitch, der zuallererst auf Kosten der Bewerber geht, das billigste Angebot den Stich macht. Wie oft wird das für die Anbieter zum Nullsummenspiel, wenn nicht gar zur Selbstausbeutung in der irrigen Hoffnung, einen Kunden – jetzt kommt’s – nachhaltig zu binden. Unsere Erfahrung: Gute Geschäftsbeziehungen basieren auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt, Kaufmannstugenden.

Auch unser Unternehmen kann noch nachhaltiger werden, klar. Für gute Konzepte, die wirtschaftliches mit nachhaltigem Handeln verknüpfen, sind wir sowieso offen. Und dann? Packen wir’s an!

Krisenmanagement in Zeiten von Covid 19

20. März 2020

„Wir sind in einer Situation, in der wir vieles noch nicht wissen. Das, was wir wissen, müssen wir sehr ernst nehmen. Wir müssen alle Kräfte einsetzen. Wir müssen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. Das gilt für die Bundesregierung und für alle politisch Verantwortlichen. Aber das gilt auch für die Bürgerinnen und Bürger, die 83 Millionen Menschen, die in unserem Land leben. Es geht um den Schutz gerade auch älterer Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, wie man heute sagt. Da sind unsere Solidarität, unsere Vernunft und unser Herz füreinander schon auf eine Probe gestellt, von der ich mir wünsche, dass wir sie auch bestehen können.“ (Angela Merkel aus PK vom 11. März)

Auch wenn der Höhepunkt in der Corona-Krise noch nicht erreicht ist, werden wir als Unternehmen gemeinsam mit allen Kollegen agieren und die Situation gestalten, statt abzuwarten, bis dieser Sturm über uns hinweggezogen ist. Um langfristig unser Überleben zu sichern, werden auch wir uns in Kurzarbeit begeben und nach Ostern von Tag zu Tag entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Wir lassen uns nicht unterkriegen und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Denn die Begegnung mit Menschen wird uns in den nächsten Wochen schmerzlich fehlen. Eben auch auf Messen.

In der für alle mittelständischen Unternehmen schwierigen wirtschaftlichen Lage setzen wir noch mehr als bisher auf eine nachhaltige, vertrauensvolle Partnerschaft mit unseren Kunden, Dienstleistern und Mitarbeitern. Gemeinsam werden wir diese Krise meistern.

Bleiben Sie zuversichtlich und gesund!

Virtuelle Realität: Vom Branchenschreck zum Innovation Tool

21. Februar 2020

Vor ein paar Jahren war Virtuelle Realität (VR) das Schreckgespenst vieler Messeveranstalter und Aussteller. Die Angst ging um, bald könnten virtuelle Messen die Messen, wie wir sie heute kennen, ablösen und damit die Messebranche von Grund auf verändern. Heute wissen wir: VR ist ein gutes digitales Medium, um Kommunikation zu vertiefen, um Erlebnisse zu schaffen, die uns in der Realität verwehrt bleiben. Sie eröffnet viele ungeahnte Chancen.

Wie sehr uns virtuelle Realität berührt, ist davon abhängig, wie tief wir mit unseren Sinnen in sie eintauchen können. Hier hat sich viel getan. Die VR-Brillen der ersten Generation sind längst von immersiven Technologien abgelöst, die Ton, Haptik und Bewegung im Raum simulieren. Diese Technologien werden unsere Wahrnehmung verändern, je weiter sie fortentwickelt und verfeinert werden.

Virtuelle Realität als Chance für Messeauftritte

Besonders Unternehmen des Industriesektors können auf Messen von VR-Technologie profitieren. Große, schwere Maschinen müssen nicht länger mit großem Aufwand leibhaftig und körperlich präsentiert werden. Mit Hilfe der neuen Technologien können sie im virtuellen Raum bedient oder im Einsatz vorgeführt werden. So schafft ein Aussteller ein wertvolles, emotionales Erlebnis für seine Besucher. Eine virtuell erschaffene Wirklichkeit, in der sich der Kunde bewegt und handelt. Im Idealfall wird durch dieses persönliche Erleben die Bindung des Kunden an das Unternehmen gefestigt .

Auch können am Messestand komplexe Daten und Zusammenhänge mit Hilfe von VR verständlich und ansprechend vermittelt werden. Virtuell können Geschichten erzählt werden, in denen der Besucher als Akteur mitwirkt, sich als Teil des Erzählten begreift. Dabei entstehen völlig neue Interaktionsmöglichkeiten. Kann sich der Akteur frei im Raum bewegen und diesen individuell erkunden, ist das Erlebte noch nachhaltiger.

Sind Nischenevents vorteilhafter als Leitmessen?

14. Februar 2020

Unternehmen haben Nischenevents als Tool der Markenkommunikation entdeckt. Viele große Marken versuchen, eigene Shows, Summits oder Produktpräsentationen zu etablieren. Sie stellen Produktneuheiten an eigens dafür geschaffenen oder vermeintlich hippen Orten vor. Sie bauen ihre eigene Bühne statt Teil einer Fachmesse zu sein. So bleiben Unternehmen Regisseure ihrer Markeninszenierung, halten das Heft in der Hand und müssen sich dem direkten Vergleich mit Mitbewerbern erst gar nicht stellen. Sie entziehen sich dem anonymen Messe-Einerlei.

Hipp, neu, innovativ, anders, exklusiv: Das ist die eine Seite.

Doch wir möchten auch die Gegenseite beleuchten – und zwar, indem wir Fragen aufwerfen. Damit wollen wir die Diskussion um dieses noch relativ neue Tool beleben und Ihnen, ja genau Ihnen, die Gelegenheit geben, Ihren eigenen Standort oder den Ihres Unternehmens, Ihrer Marke zu bestimmen.

  • Zu wie vielen dieser Nischenevents soll ein Kunde denn reisen, um einen guten Überblick über seine Branche/seinen Markt zu bekommen?
  • Ist es für diesen Kunden nicht erheblich zeitsparender und ökonomischer, auf einer Fachmesse geballte Information zu den Produkten oder Dienstleistungen seiner Branche zu bekommen?
  • Wie nachhaltig sind Nischenevents überhaupt?
  • Verlieren Nischenevents den Charme des Anders-Seins, wenn sie zum Mainstream-Ereignis werden? Und was dann?
  • Wie viele Leads werden bei einem Nischenevent generiert?
  • In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Ertrag?
  • Haben die überhaupt eine Zukunft?

Nun, was sagen Sie?

 

Die Messe als Touchpoint: Berühr‘ mich!

10. Februar 2020

Messen sind Touchpoints: Schnittstellen also, an dem eine Marke, ein Unternehmen, ein Produkt mit einem Kunden in Kontakt kommt. Mehr noch. Es sind Berührungspunkte, an denen eine Beziehung entsteht oder vertieft wird.

Ob Messen als Touchpoints auch in crossmedialen Zeiten attraktiv bleiben, darüber werden in mehr als naher Zukunft die Kunden/die Besucher mit den Füßen entscheiden. Betrachtet man zum Beispiel die IAA, wird deutlich, wie sehr Messen als Touchpoints im Umbruch stecken: Lockte die Autoschau 2017 noch 810.000 Besucher in die Messehallen – 2015 sogar noch 932.000 Menschen – waren es 2019 etwa 560.000 Besucher. Die Zahl der Aussteller schrumpfte von tausend auf 838.

Was also tun?

Die Kommunikation rund um eine Messe sollte sich stärker als bisher am Besucher und vor allem am „Customers Journey“ orientieren. Sie sollte den Kunden in allen Phasen seines Kaufs aktiv begleiten, von dem Moment, in dem er auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam wird, bis zum Kauf. Bei der Konzeption von Messen sollten die Veranstalter diesen „Customers Journey“ viel stärker als bisher mitdenken. Schließlich sind Messen nur ein Touchpoint auf der Kundenreise, der Messeauftritt nur ein Baustein im crossmedialen Kommunikationsmix.

Veranstalter von großen, seit langem etablierten Messen tun sich bei Innovationen fatalerweise etwas schwer. Junge Messen, Foren und Konferenzen mit digitalem oder Event-Charakter sind hier weiter. Sie haben eher den Mut, innovative Formate auszuprobieren und treffen den Nerv der Zeit. Sie kreieren einen pulsierenden Mix von digitalen und analogen Erlebnissen, ansprechende Live-Events, eine ebenso kompetente und professionelle, wie individuelle und persönliche Kontaktaufnahme. Für manche Branchen sind klassische Messeformate ohne Frage weiterhin sinnvoll. Sich mit neuen Kommunikationsformaten wie Onlinekonferenzen, Thought Leadership Events, Roadshows, Showrooms, virtuellen Messen, Live-Chats als Touchpoints zu beschäftigen, bringt in jedem Fall neue Impulse.

Ein bisschen anders

1. Februar 2020

Es sieht dynamisch aus, das neue imb troschke-Logo. Was daran zuerst ins Auge sticht: Es ist nicht mehr orange. Wir haben uns bewusst von dieser Farbe im Logo verabschiedet, um unser Markenzeichen zu stärken. Auch unser Claim ist nicht länger Teil des Logos.

Nun steht es selbstbewusst für sich: kraftvoll, singulär, markant. Was es ausdrückt? Ganz klar: Wir haben viel drauf. Das gilt für Handwerk und Messearchitektur genauso wie für Prozesssteuerung, Messemanagement und Markenkommunikation. Tschakka!

Um das neue Logo herum können wir jetzt viel besser mit Farben spielen. Neonfarben, Farbverläufe, das ganze Lichtspektrum.Und sonst? Wir bleiben frech und mutig. Typisch imb troschke eben.

Happy chinese new year! Das Jahr der Metallratte verspricht ein Jahr des Neuanfangs

25. Januar 2020

Das chinesische Neujahrsfest wird jedes Jahr opulent gefeiert. Es ist das wichtigste Fest und ein Anlass für Familientreffen, Party und zwei Wochen langen Winterurlaub.

Das Jahr der Metallratte verspricht ein starkes, gewinnbringendes und glückliches Jahr für alle in diesem Jahr geborenen werden. Jeder wird Entschlossenheit zeigen, was seine Ziele, Bestrebungen und sogar seine Hobbys betrifft. Ein großartiges Jahr für Gründungen und Entwicklungen.

Wir wünschen unseren chinesischen Kunden und Partnern: happy chinese new year!

Literatur statt Dressur. imb troschke baut erstmalig in der Festhalle

5. Januar 2020

Schon seit Jahren bietet die Frankfurter Buchmesse Interessierten die Möglichkeit, im „Literary Agents & Scouts Centre“ (LitAg) zusammenzukommen. Agenten, die Autoren vertreten und Scouts, die im Auftrag von Verlagen dort sind, führen Gespräche, handeln mit Rechten und Lizenzen oder nutzen das LitAg zum Netzwerken. Während der Buchmesse im vergangenen Oktober war die altehrwürdige Festhalle zum ersten Mal Veranstaltungsort für eben diese Geschäfte. Wo sonst hochkarätige Künstler auftreten oder Dressurveranstaltungen stattfinden, trafen sich während der Buchmesse Vertreter aus 358 Agenturen abseits des Messetrubels zu produktiven Gesprächen.

imb troschke, internationaler Dienstleister für Messearchitektur und Messemanagement, ist seit langen Jahren Partner der Frankfurter Buchmesse. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr auch den Aufbau des LitAg in dem 40 Meter hohen Kuppelbau der Festhalle übernommen. Über diesen Auftrag habe sie sich sehr gefreut, sagt Andrea Walburg, Geschäftsführerin von imb troschke. „Die Festhalle ist ein außergewöhnliches Bauwerk, die Kuppel mit ihrer Konstruktion aus Glas und Stahl ein großartiges Beispiel des Historismus.“ Für ihr ganzes Team sei es ein besonderer Moment gewesen, in dieser imposanten Kulisse die Infrastruktur für das Agentenzentrum zu schaffen. „Wir waren alle ein bisschen ehrfürchtig, vor allem aber begeistert.“

Das LitAg selbst hält Andrea Walburg für das pulsierende Zentrum der Buchmesse, auch weil hier weit über den Tag hinaus wegweisende Entscheidungen im weltweiten literarischen Zusammenhang getroffen werden.

 

V.i.S.d.P: Andrea Walburg

imb: Troschke GmbH & Co. KG
Messearchitektur & Messemanagement
Farmstraße 134
64546 Mörfelden-Walldorf
t +49 (0) 61 05 – 97 78-20
frankfurt@imb-troschke.de
www.imb-troschke.de

Die Messe der Zukunft: Fachmessen müssen sich messen lassen

26. September 2019

Für Unternehmen ist eine Messeteilnahme eine sinnvolle Investition in Marke und Zielgruppe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass auf Fachmessen in der Regel etwa die Hälfte des Publikums aus Fachbesuchern besteht: Kunden und solche, die es werden sollen, Branchenkenner, Geschäftspartner, Fachjournalisten. Die maßgeblichen Ziele einer Messebeteiligung sind nach wie vor die Kontaktpflege mit Stammkunden, das Gewinnen von Neukunden und die Steigerung der Bekanntheit des eigenen Unternehmens. Außerdem werden Messen als Recruitment-Plattformen immer wichtiger. Eine gute Fachmesse unterstützt die Aussteller dabei, diese Ziele und ihre Zielgruppe zu erreichen. Sie hilft Erlebnisse zu schaffen, die nachhaltig wirken.

Ein Messeauftritt auf einer Fachmesse ist heutzutage weit mehr als ein Stand mit Theke, Besprechungstisch, Elektro- und Wasseranschluss. In digitalen Zeiten sind die Erwartungen der Besucher hoch. Sie schätzen einerseits weiterhin das persönliche Gespräch und möchten andererseits das ganze Programm an Kommunikationsmöglichkeiten rund um die Messe digital zur Verfügung haben. Die Voraussetzungen hierfür sollte der Veranstalter schaffen. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den nationalen oder europäischen Markt, sondern weltweit. Aus diesem Grund ist es als Aussteller wichtig, bereits vor Messen von den jeweiligen Veranstaltern Informationen zu erhalten, wie eine Fachmesse in den Zielmärkten für die eigene Marke genutzt werden kann.

Kommunikation und Vernetzung auf allen Ebenen, digital wie analog, ist das Gebot der Stunde. Die Veranstalter von Fachmessen tun gut daran, auf diese Wünsche der Aussteller und Besucher zu reagieren. Ticketregistrierung auch auf der Webseite des Ausstellers – etwa um mehr über die Messebesucher am Stand zu erfahren -, ist da nur eine der möglichen Neuerungen. Digitale Kampagnen, die sich am Customers Journey orientieren und die vor, während und nach der Messe greifen, eine zweite. Die Nachbereitung einer Fachmesse mit effizienter Erfassung und Analyse relevanter Erkenntnisse – alles unter Wahrung des Datenschutzes -, eine dritte. Der Einbindung von Social Media in das Kommunikationskonzept des Veranstalters dürfte inzwischen bei den meisten Messen eine angemessene Rolle zukommen.

Haben Besucher vor, während oder nach einer Fachmesse Fragen zu einem Aussteller und dessen Produkten, muss der jeweilige Veranstalter dafür Sorge tragen, dass diese Anfragen kompetent, serviceorientiert und zufriedenstellend beantwortet werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass ein Aussteller einen potentiellen Kunden gar nicht erst erreicht und damit ein Lead verloren geht. Die Zahl der Aussteller, die digitale Tools für Leadmanagement und Matchmaking nutzen, nimmt zu. Besonders, wenn Messeauftritt und Messekommunikation komplex konzipiert sind. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, einen potentiellen Lead digital zu erfassen und nach der Messe nach bestimmten, vorab definierten Kriterien zu überprüfen. Das handschriftliche Ausfüllen von Kontaktformularen auf einer Fachmesse gehört damit der Vergangenheit an. Die kompetenten Mitarbeiter am Stand können sich damit ganz auf ihre Besucher, Marketing und Vertrieb bei der Nachbereitung der Messe ganz auf ihre Kernaufgabe konzentrieren.

Die Zukunft ist crossmedial. Wie sieht Messe 4.0 aus?

17. September 2019

Die Zukunft ist crossmedial. Das gilt auch für Messen. Waren sie früher in erster Linie Handelsplätze, um Kunden mit Herstellern zusammenzubringen, neue Produkte und Waren vorzustellen, sind sie heute nur ein Baustein in einem vielgestaltigen crossmedialen Mosaik. Kein Wunder also, dass die Aussteller mehr über die Besucher wissen sollten: Wer kommt überhaupt zur Messe? Welchem Verantwortungsbereich eines Unternehmens sind sie zuzuordnen, Marketing, Vertrieb, Einkauf, Geschäftsführung? Was erwarten sie von einer Messe? Mit Hilfe dieser durch gute Recherche erlangten Informationen kann erarbeitet werden, welche Ziele mit einer Messeteilnahme verfolgt werden. Und der Messeauftritt kann optimal auf messbare Ziele hin konzipiert werden.

Besucher möchten auf einer Messe auf angenehme Weise einen umfänglichen, möglichst vollständigen Überblick über ihren Markt erhalten. Eine Messe, die genau dieses Bedürfnis nicht länger erfüllt, ist die IAA. Die ehemals führende europäische Automobilmesse wird für viele Besucher seit Jahren unattraktiver. Immer mehr Autobauer bleiben fern. Damit bildet die IAA das Marktbild nur noch unvollständig ab. Besucher bleiben aus. Ein Teufelskreis. Zu durchbrechen ist er, wenn die Veranstalter rechtzeitig umdenken und sich zeitgemäß definieren. Mit Blick auf die IAA heißt das: Weg von der Konzentration auf den Verbrennungsmotor, hin zum großen Thema „Mobilität der Zukunft“.

Anders als in der guten alten Zeit kommen die Besucher heute gut informiert auf eine Messe. Hier möchten sie ihr Wissen vertiefen, ihre digital gewonnenen Erkenntnisse mit der Realität abgleichen, neue Impulse und den bereits angesprochenen Marktüberblick bekommen. Sie möchten mit kompetenten Ansprechpartnern in den Dialog treten, sinnvolle Begegnungen erleben und dabei ihr eigenes Netzwerk ausbauen. Es geht also um Content UND Networking.

Messeveranstaltern sollten danach streben, all diese Strömungen zu erkennen, die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen in den Fokus nehmen und sich neuen, zukunftsträchtigen Veranstaltungsformen zuwenden. Sie müssen Impulse setzen, Entwicklungen der Branchen antizipieren und diese abbilden. Messegesellschaften und Organisatoren wiederum sollten ihre Prozesse abteilungsübergreifend betrachten. Wo Silodenken, Herrenwissen und Bürokratie, fehlende Eigenverantwortung und mangelnde Entscheidungsfreude und nicht zuletzt Angst vor digitalen Werkzeugen vorherrschen, wird der Fortschritt konterkariert.
Werden die Grenzen zwischen digitaler und dinglicher Welt durchlässig, müssen auch Messen sich weiterentwickeln. Am besten schnell. Veranstalter und Betreiber brauchen frische Ideen und Konzepte, aber vor allem Services, die über die reine Vermietung von Quadratmetern hinausgehen. Sie müssen den Branchen und ihren jeweiligen Zielgruppen gerecht werden. Und dürfen die zunehmende Bedeutung des Digitalen nicht aus den Augen verlieren.

Ihr Messestand als Resonanzraum

5. September 2019

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Deshalb gibt es formelle Meetings, Konferenzen oder Jours fixes, in denen manchmal durchaus hart um die Sache gerungen wird. Inspiration und Impulse erreichen uns jedoch oftmals auf ganz anderen Wegen: auf Reisen, im Theater oder in Kunstausstellungen, beim Joggen, bei einem gemeinsamen Essen oder einem Waldspaziergang. Oder wenn der erste Schnee fällt.

Menschen möchten von etwas oder jemandem emotional berührt werden. Das gilt auch für Beziehungen zu Kunden, Geschäftspartnern, Kollegen oder Mitarbeitern. Empathie und Zugewandtheit sind wertvolle Eigenschaften – auch in einer Geschäftswelt, deren Technisierung, Digitalisierung und Verdichtung fortschreitet.

Hier soll keineswegs das düstere Bild einer Welt im Beschleunigungsmodus oder im Steigerungszwang gemalt werden. Dazu sind wir von imb: troschke viel zu sehr in einer positiven Grundhaltung verhaftet. Wir wissen, dass es im Kern immer um den Menschen geht, und um gute Beziehungen. Deshalb reden wir in Ruhe miteinander und nehmen uns Zeit. Denn wir wollen Resonanz erzeugen und auf einer Wellenlänge sein. Es geht darum, einen Resonanzraum zu schaffen, in dem wir kreativ und konzentriert gemeinsam Konzepte und Ideen entwickeln. Ganz individuell. Für Ihren Messeauftritt.

Neue Organisationsformen: Wo Ideen entstehen

22. Juli 2019

Wir brennen für gute Messearchitektur. Und übertragen diese positive Haltung gerne auf andere. Denn wenn der Funke der Begeisterung überspringt, andere sich von ihm anstecken lassen, können wir gemeinsam wahrhaft Innovatives und Einzigartiges erreichen. In diesem Prozess ist es wichtig, Abwegiges oder Kurioses, Durchgeknalltes oder Wunderliches zuzulassen. Denn nur in Freiräumen entsteht Neues. Das gilt ganz besonders in Zeiten der Digitalisierung.

In Zeiten des Umbruchs und des Wandels braucht es klare Orientierung. Kreative Planung von Messeauftritten und große handwerkliche Kompetenz können durch die Möglichkeiten der Digitalisierung auf eine neue Stufe gehoben werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um neue Tools. Wir wollen die entscheidenden Schnittstellen frühzeitig erkennen und besetzen und dadurch unternehmensweite Prozesse in Gang bringen. Künstliche Intelligenz, Big Data und mehr unterstützen dabei einen der Zukunft zugewandten Spirit zu entwickeln. All dies für ein gemeinsames Ziel: Eingefahrene Organisationsstrukturen zu beleben und unbekanntes Neuland zu betreten.

Wir widmen unsere Aufmerksamkeit gezielt der Entwicklung der Messen, des Marktes und der Branche – nicht dem „nächsten heißen Scheiß“. Dieser Fokus auf die Unverwechselbarkeit der Marke zahlt sich für unsere Kunden langfristig aus. Weil wir ihre Bedürfnisse kennen und innovative Lösungsansätze immer mitdenken. Wir planen, bauen und liefern, was unsere Kunden brauchen: Sitzecken für Gespräche mit Standbesuchern und virtuelle Kommunikationsräume. Brennen für Neues heißt auch den Mut aufzubringen vom Standard abzuweichen – wir von imb: troschke sind bereit.

Heimtextil 2019: Trends in neuem Gewand

11. Januar 2019

Mit einem neuen Konzept und den Top-Themen Architektur und Hotellerie, Nachhaltigkeit und Schlaf geht die Heimtextil in ihre 49. Ausgabe. „Im Zuge des grundlegend überarbeiteten Konzepts haben wir Themen und Produktsegmente noch besser zielgruppenspezifisch zusammengefasst. Besucher profitieren so von neuen Synergien, kürzeren Wegen und zahlreichen Einrichtungsinspirationen“, sagt Detlef Braun.
Neben einer weltweit einzigartigen Designschau mit internationalen Marktführern flankiert ein hochkarätiges Event-Programm mit namhaften Gästen und renommierten Branchenexperten die viertägige Messe.

Das inspirative Herz der Messe bildet der neue Heimtextil „Trend Space“ in der Halle 3.0. Unter dem Titel „Toward Utopia“ liefert er eine Vorschau auf die Designentwicklungen der Saison 2019/20 – konzipiert vom Londoner FranklinTill Studio und inszeniert vom Frankfurter Atelier Markgraph. Im Rahmen der Neukonzeptionierung der Heimtextil rückt die Designschau in unmittelbare Nachbarschaft mit internationalen Textildesignern, CAD/CAM-Anbietern und Digitaldruckmaschinen. Somit führt die Heimtextil die progressiven Themen Trends, Textildesign und Digitaldruck auf einer Hallenebene zusammen und schafft ein Areal voller Inspirationen und Zukunftstechnologien.

Quellenangabe „Messe Frankfurt GmbH / Fotos Pietro Sutera“

Messeaufbau hautnah. Ein Bericht über Teamwork und Prozesssteuerung

6. November 2018

„Wir sind in der 4.2 fertig und gehen jetzt in die 5.1“, sagt Benjamin Bartl. Dann schiebt er die orangefarbene Schultertasche nach hinten, zieht mit dem Fuß das rechte Pedal nach oben, tritt an und fährt auf seinem silbernen Klapprad aus der Halle 4.2 hinaus. Der große bärtige Mann gehört zum 20-köpfigen imb: troschke-Team, das in diesem Jahr erneut den Aufbau der Messestände für die Frankfurter Buchmesse stemmt.

In den Hallen riecht es nach Holzstaub und Kleber. Nach Putzmittel und den Abgasen der Gabelstapler. Laut ist es auch. Hier kniet ein Monteur über einer Säge, um eine Leiste zuzuschneiden, dort kleben zwei andere Wände ein. Ein Team lässt sich bei der Arbeit von Musik begleiten. Aus dem Radio quäkt heiser Phil Collins. Mit großem Geschick umfahren Staplerfahrer Stände und Palletten, mannshohe Stapel eingeschweißter Sitzbänke und nicht zuletzt die konzentriert arbeitenden Messebauer in ihren schwarzen T-Shirts mit dem imb: troschke-Logo. Sie fahren das Material an, das die Aufbautrupps brauchen. Für Außenstehende mag das alles wie ein großes Durcheinander wirken, doch der Aufbau folgt einer eng getakteten, ausgeklügelten Logik.

Bevor die Messestände aufgebaut werden können, müssen erst einmal die Teppichböden am Stand verlegt sein. Danach ist imb: troschke dran. Insgesamt drei Tage haben die Teams Zeit, um auf zehn Hallenebenen tausende Stände zu errichten. Erst wenn diese Drei-Tages-Frist verstrichen ist, dürfen all jene Verlage, die mit einem eigenen Stand vertreten sind, loslegen.

Die Trupps errichten Systemstände aus Einzelwänden und anderen Teilen, wie zum Beispiel Sitzbänke und Deckenrahmen. Ein schmaler älterer Mann trägt eine Systemwand in einer der weitläufigen Hallen zu seinen Kollegen. „Darf ich die mal hochheben“, frage ich und habe sie, obwohl der Schmale ein zweifelndes Gesicht macht und zögert, schon an beiden Seiten gepackt. Ich gehe leicht in die Knie, ziehe den Bauch ein und hebe das unhandliche Teil mit großer Mühe nur wenige Zentimeter vom Boden ab. „Respekt“, sage ich. „Ganz schön schwer.“ Die Männer lachen breit.

Die internationale Messe mit ihren mehr als 7100 Ausstellern auf knapp 170.000 Quadratmeter Fläche und über 400.000 Titeln ist für das mittelständische Unternehmen ein großes Projekt.

Möglich wird diese logistische Meisterleistung unter anderem durch das gut eingespielte imb: troschke-Stammteam, das vor Ort die Arbeiten koordiniert, beaufsichtigt und anschließend kontrolliert. Nicht nur Benjamin, sondern auch Horst Reis, Wladimir Hamburg und Karl Reis sind dazu mit dem Fahrrad – oder dem Roller – in den Messehallen unterwegs.

„Wir müssen versuchen, in den ersten drei Aufbautagen so viel wie möglich zu schaffen. Im Moment sind – bis auf die Maler, die Elektriker und die Teppichleger – nur unsere eigenen Leute in den Hallen. Später wird das Durchkommen schwieriger und alles dauert entsprechend länger“, sagt Wladimir. Er arbeitet seit 10 Jahren bei imb: troschke und koordiniert, genau wie Karl, welcher Aufbautrupp wo eingesetzt wird und stellt sicher, dass das benötigte Material zeitgleich mit den Monteuren am jeweiligen Standort ist.

Auch in Halle 3.1 ist der Aufbau nun abgeschlossen. Elektriker verlegen Stromschienen, kümmern sich um Licht und Stromversorgung am Stand. Mit einem großen Baumwollmopp reinigt eine ältere Frau die Außenwand eines Standes, gleich um die Ecke wischt ein Mann dessen Inneres. Paul Bege, der sich bei imb: troschke als Ferienjobber Geld verdient, kontrolliert den Aufbau und markiert auf einem Plan genau, wo noch einmal nachgearbeitet werden muss. Karl Reis zieht einen Ordner aus seiner Schultertasche und schlägt ihn auf. Dann greift er zum Telefon und sagt: „Wir sind hier fertig. Wir machen jetzt in Halle 3.0 weiter.“ Er blickt auf, lacht freundlich und radelt auf seinem Klapprad davon.

Wabi- Sabi – die Kunst des Unperfekten

11. Oktober 2018

Cleanness, Shabby Chic, Minimalismus, Stilmix, Natürlichkeit: Den einzig wahren Trend gibt es nicht, finden wir von imb: troschke. In diesem Jahr bekommen all diese Strömungen noch dazu Konkurrenz von Wabi-Sabi, einem inspirierenden Einrichtungstrend aus Japan. Er hat es anders als Hygge noch nicht in den Duden geschafft und bezeichnet auf den Punkt gebracht die Ästhetik des Unfertigen.

Die Schönheit des Unvollkommenen wird in den Blick genommen. Sichtbeton ist zum Beispiel ein Designelement des Wabi-Sabi. Zum Wunsch, anderes sein zu wollen, gesellt sich Geradlinigkeit, Schnörkellosigkeit und damit auch der Verzicht auf Überflüssiges.
Es geht um das, was man braucht, nicht darum, wie viel man bekommen kann. Es geht um Sein statt um Luxus. Es geht um Authentizität statt Dekoration. Damit bleibt Raum für die eigene Kreativität, fort vom Materiellen. Fehler, Macken, Brüche werden nicht verschwiegen, sondern offengelegt. Räume und die Dinge, die einen umgeben, dürfen unperfekt sein. Im Glas von Vasen dürfen Blasen eingeschlossen sein. Holz darf Astlöcher und Naturstein Patina haben. Mit all diesen Wesensmerkmalen des Wabi-Sabi, die auf Nachhaltigkeit und Gelassenheit verweisen, verändert sich auch die Idee dessen, was als „schön“ gilt, grundlegend.

Wir von imb: troschke suchen immer wieder neue Ideen abseits des Perfekten, sehen das Unfertige nicht als Bedrohung, sondern vielmehr als Möglichkeit, unserer Gestaltungskraft freien Lauf zu lassen. Unsere Kunden schätzen diese Offenheit Neuem gegenüber. Vor allem unsere langjährigen Partner wissen, dass wir bereit sind, Veränderungen in ihrem Unternehmen auch auf Messeebene engagiert zu begleiten. Ganz gleich, ob die Reise von Cleanness zu Shabby Chic führt oder von Opulenz zu angesagtem Wabi-Sabi geht.

Synergien bilden – Prozesse vereinfachen

10. Oktober 2018

Seit etwa acht Jahren bietet die Frankfurter Buchmesse ihren Kunden individuellen Lösungen für Messestände an, und zwar unter dem Titel „Systemstand Deluxe“. Als langjähriger Dienstleistungspartner der Buchmesse haben wir seit 2018 auf dieser Basis eine gemeinsame Schnittstelle geschaffen. Sie dient dem Ziel, die Ausführungsplanung zu perfektionieren sowie den Auf- und Abbau optimal zu koordinieren. Alle Aufgaben sind aufeinander abgestimmt, auf eine gemeinsame Leistung hin projektiert. Wir haben Nahtstellen entwickelt, an denen die einzelnen Teile des Projekts zusammenlaufen und ohne Reibungsverluste miteinander verbunden werden. Sie tragen dazu bei, Ressourcen auf beiden Seiten einzusparen, die wiederum für andere Prozesse zur Verfügung stehen. So gelingt es uns in diesem gemeinsamen Projekt, Synergien zu bilden, die für beide Seiten zu positiven Effekten führt.

https://www.buchmesse.de/files/media/pdf/ausstellen-anmeldung-systemstand-deluxe-frankfurter-buchmesse.pdf

Wie Kreative eine Stadt retten

30. August 2018

Etwa fünf Kilometer lang, knapp 337 Hektar groß, gegenüber der Nantaiser Altstadt liegt sie mitten in der Loire, die Île de Nantes. Vor einer Generation wurden dort noch Schiffe gebaut, Konserven befüllt und Bananen gereift. Als die letzte Schiffswerft 1987 geschlossen wurde, lag das einst prosperierende Nantes wirtschaftlich am Boden, die Insel war Heimstatt von Industriebrachen.

Zwei Jahre später wurde Jean-Marc Ayrault Oberbürgermeister von Nantes und machte sich daran, stadtplanerische Visionen umzusetzen. Die Leitgedanken: Nachhaltigkeit, viel Raum für Kultur, innovative Ideen und durchdachte, der Zukunft zugewandte Maßnahmen. Damit wollte Ayrault unter anderem einer Besonderheit in seiner Stadt entgegenwirken: der höchsten Arbeitslosigkeits- und Alkoholikerrate in ganz Frankreich.
30 Jahre später lässt sich ganz klar sagen: Die Vision greift. Überall ist Aufbruch. „Die Kreativen haben die Stadt gerettet“, sagen die Nantais zu Recht. Nantes ist inzwischen eine der lebenswertesten Metropolen Frankreichs.

Das Herzstück der Stadterneuerung, die Île de Nantes, wurde dabei nicht in einer Radikalkur umgewandelt, sondern wird seit Jahrzehnten nach und nach revitalisiert und behutsam – in Einzelprojekten, immer im Dialog mit der Öffentlichkeit – als neues Quartier in die Stadt integriert.

Dieses Verfahren, das im nachfolgenden Artikel im Detail beschrieben ist, gefällt uns. Auch weil Vision, Mut und Transparenz unser Handeln als Messebauunternehmen definieren. Weil wir – genau wie die Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner in Nantes – Nachhaltigkeit, Kreativität und Offenheit als Basis für unsere Arbeit begreifen. Im Mittelpunkt immer der Mensch.

Umbau der Ile de Nantes Stadterneuerung

Die neue CEBIT 2018: Ein Konzept mit Zukunftspotential?

15. Juni 2018

Erstmals nach einigen Jahren rückläufiger Zahlen wurde das Konzept der einst weltweit größten Computermesse komplett umgekrempelt und zum Teil in eine Art Festival verwandelt. Davon wollten wir uns natürlich persönlich überzeugen und ich – die duale Studentin von imb: troschke – habe mich auf den Weg nach Hannover gemacht.

Ich begann meinen Rundgang in der Halle, wo es um die Future Mobility ging. Als erstes fiel mir direkt auf, dass die Hallenfläche nicht komplett, sondern lediglich im vorderen Teilbereich genutzt wurde. Neben Volkswagen fehlte es an weiteren namhaften Automobilherstellern. Für diese Branche scheint die CEBIT keine Plattform mit Potential zu sein. Auch andere große Unternehmen der IT-Branche waren dieses Jahr nicht vertreten – aber wer weiß, was die Zukunft bringt?

Als ich weiter durch die Messehallen lief, begegneten mir diverse Lösungen für digitale Prozesse, Vereinfachungen für die verschiedensten Bereiche und der ständige Begleiter waren Worte wie Digitalisierung, Innovation und Zukunft.
Nicht nur die CEBIT hat ihr Konzept grundlegend überarbeitet, auch das Unternehmen DATEV veränderte seinen Messe-Auftritt. Bei dem Rundgang durch die Messehallen ist mir dieser Stand besonders aufgefallen. Kaufmännische Prozesse wurden hier mit einem digitalen interaktiven Erlebnisparcours abgebildet und erlebbar gemacht. Sehr ansprechend mit kleinen Häuschen umgesetzt – so machen Messestände Spaß.

Das vorher angepriesene Highlight habe ich mir für den Schluss aufgespart. Auf einer Freifläche zwischen den Messehallen bot die CEBIT erstmals die Möglichkeit für Konzerte, Veranstaltungen sowie Präsentationen. Bei Intel konnte auf einer künstlichen Welle gesurft werden – nass wurde man allerdings trotzdem, wenn man das Board nicht beherrschen konnte. IBM nahm das „Kommunizieren in der Cloud“ direkt wörtlich und es fanden in luftiger Höhe Gespräche statt. Auch bei dem Software-Konzern SAP ging es hoch hinaus – hier allerdings in der Gondel eines Riesenrads, welche meiner Meinung nach noch stärker für die Marke SAP und deren Portfolio hätte genutzt werden können. Von dort aus hatte man einen hervorragenden Blick auf das ganze Messegelände und darüber hinaus. Auch die langen Schlangen vor den Foodtrucks waren von dort aus gut zu beobachten.

Mein Fazit: Einige Unternehmen haben sich dem neuen Konzept bereits angeschlossen und neue Wege eingeschlagen. Die CEBIT zu einem Festival zu machen und das Erlebnis in den Vordergrund zu stellen, gelingt zumindest schon teilweise. Ich denke, das ganze Konzept hat Zukunftspotential, wenn noch mehr Unternehmen diesen Schritt wagen und die Idee der Neuausrichtung der CEBIT weiterentwickelt wird.